Neue Versionen für beliebte clickStart Anwendungen

Viele Open Source Projekte basieren auf PHP und MySQL und sind dafür prädestiniert, auf einem Hosting-Account bei goneo installiert zu werden. Etwa 20 der bliebtesten, funktionalsten und brauchbarsten Anwendungen und Tools haben wir in den clickStart-Anwendungskatalog aufgenommen (was ist goneo clickStart? » Informationen dazu hier).

Dabei ist es nicht unser Ziel,möglichst viele Apps hinzuzufügen, wir werden keine Anwendungen anbieten, die nicht mehr zeitgemäß sind oder die von der damaligen Entwicklercommunity längst aufgegeben worden sind. Wir legen Wert darauf, dass diese Tools, die wir anbieten, vom Start weg funktionieren. Das gilt auch für neue Versionen etablierter Tools. Wir testen also etwas länger.

  • Joomla 3.4.3

Die neue Version für Joomla 3.4 ist da. Die Entwicklung bei Joomla (siehe auch » goneo Glossar – Beitrag über Joomla) scheint derzeit schnelle Fahrt aufzunehmen. Mit Joomla 3 hat man die 2er-Linie beendet und das CMS völlig neu aufgesetzt, wobei auch dier 2er Versionen noch gepflegt werden.

In den letzten Versionen der 3er Reihe wurden mehrere wichtige Performance-Punkte adressiert und auch neue Features für Anwender bereitgestellt. Diese Verbesserungen bezogen sich auf die Ladegeschwindigkeit, die Möglichkeit, Microdata einzusetzen, was für Suchmaschinen und andere Informationssysteme zunehmend wichtiger wird und sogar ein großer Pluspunkt für Joomla im Vergleich zu anderen Open Source Content Management Systemen darstellt.

Version 3.4 hatte auch eine Entschlackung zum Ziel. So wurden die Weblinks aus dem Core entfernt. Es gibt auch einige neue Features: Admins können Module im Frontend bearbeiten, die Captcha Technologie von Google ist benutzerfreundlicher geworden (no captcha, aber auch noch re captcha werden unterstützt). Joomla 3.4 verwendet zur Paketverwaltung nun Composer. Die Unterversion 3.4.3 ist ein Sicherheits- und Maintenance – Release.

  • PHPList 3.0.12

PHPList (siehe » goneo Glossar) ist eine Anwendung auf Basis von PHP und MySQL, mit der sich E-Mail-Verteilerlisten aufbauen, pflegen und verwalten lassen. Bei dem aktuellen Release handelt es sich um ein Sicherheits- und Bugfixing-Release. Die neue Version 3.1 ist schon angekündigt, 3.0.12 ist die als stabil deklarierte Version.

PHPList lohnt sich ab etwa 100 zu verwaltenden Adressen, an die regelmäßig Newsletter oder ähnliche (semi-)personalisierte Dokumente geschickt werden sollen.

Nach oben sind die Grenzen natürlich offen, auch wenn es nicht ratsam ist, massenhaft Mails über die Webserver zu versenden. E-Mail-Marketing ist eine eigene Disziplin im Online Marketing. Um nicht als Spammer gebrandmarkt zu werden, sind eine Reihe von Maßnahmen erforderlich. Damit die Webserver nicht missbräuchlich verwendet werden, gelten bei goneo einige Beschränkungen, was die Anzahl der versendbaren Mais pro Stunde betrifft. Für kleinere Versandlisten und weniger Mailaufkommen ist PHPList aber ohne Probleme einsetzbar. Für große Volumina sollten Sie Spezialanbieter einsetzen, Zertifikate nutzen und vor allem auch die Sender Policy Einträge in der Domainverwaltung verwenden. (Hinweis: In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es, PHPList 3.0.12 käme nun mit einer Plugin-Galerie. Dieses Features war ohnehin schon möglich. Diese Aussage galt für eine Neuerung des gehosteten Services von PHPList unter PHPList.com.)

  • WordPress  4.2.2

Wir haben schon öfter gesehen, dass nach einigen Stunden bis Tagen nach einem größeren Release von WordPress korrigierte Versionen veröffentlicht worden sind. Als Richtlinie warten wir daher einige Zeit ehe wir die frischeste WordPress-Version in die clickStart-Anwendungen stellen. Das Problem der dauernden Updates minimiert sich bei WordPress ja nun dadurch, dass sich die Applikation selbst updaten kann. Der User muss höchstenfalls noch einen Button klicken und wird bei bevorstehenden Updates direkt auf dem WordPress Dashboard informiert. Allgemeine Informationen über WordPress finden Sie » im goneo Glossar.

  • Typo3  7.3.0

Die Macher von Typo3 arbeiten hart daran, diese CMS-Anwendung zu altem Glanz und alter Größe zurückzuführen. Der Gegenwind von Joomla! und vor allem WordPress ist heftig. Typo3 ist aber im Agenturumfeld vor allem in Deutschland Nummer Eins unter den Open Source CMS Lösungen. Nicht ohne Grund: Typo3 gilt zwar als komplex, aber Dank der Komplexität sind Anpassungen an Kundenwünsche möglich, die mit anderen Systemen nur durch wesentlich mehr Coding erreichbar wären. Anfängern raten wir – um es klar zu sagen – von Typo3 ab. Typo3 ist für Profis im Webumfeld. Kunden werden Typo3 bedienen können, um Contents zu ändern oder zu kuratieren, ein neues Template werden sie allerdings nicht erstellen. Damit ist Typo3 immer noch das CMS der Wahl im Szenario Content:Kunde / Design:Agentur.

Die neue 7.3-Version fokussiert sich mit den Verbesserungen entsprechend auf die Redakteure bzw. auf die Inhalteersteller im allgemeinen, weniger auf die Webdesigner, denn die werden mit NEOS genug zu tun bekommen. Das Backend ist einer Überholung unterzogen worden, die das Ziel hatte, die User Experience zu verbessern. Dies war auch nötig, denn viele Autoren sahen sich nicht mit einem CMS konfrontiert, sondern mit einer Formwüste, die an Buchhaltungssoftware alter Schule erinnert. Look and Feel von Kosumeranwendungen prägen eben auch Marketing- und Contentleute. Nun ist auch hier  der neue Composer integriert und ein Ökosystem für Erweiterungen aufgesetzt. Schön an Typo3 ist auch die Roadmap, die die Entwicklungen planbar macht. Der 7er Zweig soll noch bis 2017 reichen (» Typo3, offizielle Seite, extern). Mehr zu » Typo3 im goneo Glossar.

  • Piwik  2.13.1

Nicht jeder mag Google und damit kommt für viele User Google Analytics nicht in Betracht. Daten über die Performanz seiner Webseite allerdings möchte man schon haben. Ungemessene und damit unoptimierbare Webauftritte kann man sich im Prinzip nämlich sparen.

Piwik (siehe auch » goneo Glossar) ist okay für auch große und hochfrequentierte Websites mit vielen Dokumenten und eher geringer bis  mittlerer Komplexität. Es eignet sich für Sites, die vor allem Content bieten (z.B. Info-Portale) am besten und liefert die Basic der Webanalyse, kann also besucherzentriert Seitenaktivität erfassen, Quellen zuordnen und die Herkunft der Besucher geographisch verorten. Über ein Parametersystem lassen sich auch Kampagnen tracken, indem man entsprechende URLs für extern platzierte  Links erstellt. Der große Vorteil ist, das die Daten auf dem eigenen Server verarbeitet werden und so keine Abhängigkeit von Drittanbietern entsteht. Im aktuellen Release wurde auf Optimierung und Ladegeschwindigkeit viel Wert gelegt.

Es gibt viele Integrations-Plugins für die gängigen CMS. Für die neuen Versionen laut Roadmap sind nun auch Funnels (Zieltrichter) und die Erfassung von Apps und Videoklicks vorgesehen. Auch im Bereich Ergebnisdarstellung, z.B. Dashboarding möchte man einiges vorstellen. Gerade bei der Darstellung der Daten sollte Piwik zu Konkurrenzsystemen aufholen.

  • ownCloud  8.0.4

ownCloud ist für User, die den Komfort der Überallverfügbarkeit von Daten mit Datenautonomie verbinden wollen. Herkömmliche Public-Cloud Dienste wie Dropbox oder mega.co.nz nutzen Server, von denen man als Nutzer nicht weiß, so sie sich befinden, das heißt, welchem Rechtssystem sie unterliegen. onwcloud (siehe auch goneo Glossar)  lässt sich auf einem eigenen Server betreiben.

Mit der Version 8 von ownCloud soll es einfacher möglich sein, Inhalte userspezifisch direkt mit anderen ownCloud-Instanzen zu teilen. Dateien lassen sich jetzt taggen und als Favorit markieren. Wir würden uns wünschen, ownCloud würde den immer wieder auftretenden Arbeitsbelastungen der User bei Upgrades, die ja eigentlich Migrationen sind, stärker Rechnung tragen. Bisher empfehlen wir bei Updates, alle in der Cloud enthaltenen Datei lokal zu sichern, die neue Version zu installieren und dann die Daten wieder hochzuladen. Das ist bei großen Beständen umständlich und könnte eleganter gelöst werden.

ownCloud ist auch die Alternative für unser seit einiger Zeit eingestelltes Gratis-Produkt goneoCloud. Wir empfehlen, ownCloud auf einen goneo Webhosting Basic XL Paket per clickStart zu installieren, wenn man einen eigenen Onlinespeicher aufbauen will.  »Noch ist der Tarif für 4,95 Euro im Monat verfügbar.

  • Roundcube 1.1.2

Webmail-Anwendungen haben auch heute noch ihre Berechtigung. Es gibt immer wieder Situationen, in denen man als User von außen – eben wenn man nicht am Bürorechner sitzt – auf die Mailbestände zugreifen muss. Dann ist es wichtig, dass auch bei einer vergleichbar langsamen Verbindung wie einer Mobilverbindung der Webmailer einigermaßen schnell lädt und Funktionen wie die Suche zeitnah Ergebnisse liefern.

Roundcube (hier mehr dazu » im Glossar bei goneo) hat sich zum Star der Open Source Webmail Lösungen gemausert und Konkurrenzprojekte wie Squirrel oder Horde hinter sich gelassen. Neu in Roundcube ist die Erweiterbarkeit der Grundkonfiguration durch Plugins und eine verbesserte Anbindung an andere Systeme.

Unter anderem aufgrund der Agilität des Projekts, die man aus der Roundcube Roadmap (externer Link) erkennt, hat sich goneo entschlossen, Roundcube als Standard-Webmail-Umgebung unter https://webmail.goneo.de anzubieten. Natürlich kann man Roundcube auch auf dem eigenen Hosting-Account installieren und Erweiterungen nach Bedarf und Wahl hinzufügen.

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2 Kommentare zu Neue Versionen für beliebte clickStart Anwendungen

  1. Anna Morris sagt:

    Hi,

    Thanks for writing about phpList. You have made an error however, in your article.

    You say that phpList 3.0.12 now has a plugin system, and added a pingback to our blog https://www.phplist.org/newslist/phplist-com-launches-plugin-system/

    But, I think you have missunderstood our blog.

    phpList self-hosted (phpList.org) which is what you are talking about, has had plugins for years (many years). The blog is about changes to phpList.COM (the hosted service), which now has plugins.

    Please can you edit your article?

    Thanks

    Anna
    phpList Community Manager

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