Typo3 auf goneo Servern in Version 7.4 schnell installieren

Typo3 ist nach wie vor eines der beliebtesten Content Management Systeme auf Enterprise-Level. Gerade in Deutschland gilt Typo3 als CMS der Wahl, wenn Inhalte sehr strukturiert präsentiert werden sollen, ein klarer Arbeitsablauf (Workflow) mit verschiedenen Zuständigkeiten abgebildet werden soll und eine Anbindung an andere Systeme gewünscht ist. goneo bietet nun Version 7.4 zur clickStart – Schnellinstallation an.

Screenshot goneo Kundencenter > clickStart > CMS

Man findet Typo3 unter dem Reiter „CMS“ im goneo Kundencenter. Der entsprechende Hauptmenüpunkt lautet „clickStart“.

Typo3 gehört bei goneo Kunden zu den beliebtesten Open Source Anwendungen

Keine Frage: Wenn es um die reine Popularität und die Installationszahlen geht, liegt WordPress weit vorne. Man sagt, dass etwa 20 Prozent aller Websites mit Hilfe von WordPress betrieben werden.

Grafik mit einem Vergleich der beliebtesten Open Source Anwendungen für Webserver, also CMS, Tools oder Foren usw. gemessen an der Anzahl der Installationsvorgänge bei goneo

Im Sommer 2015 zeigte sich folgendes Bild: WordPress bildet zusammen mit Joomla die Spitze der beliebtesten Open Source Anwendungen, gemessen an der Anzahl der Installationsvorgänge. Typo3 liegt hier an dritter Stelle, obwohl dieses CMS vom Webdesigner viel mehr Erfahrung erfordert.

Vielleicht ist es die Einfachheit, die die User von WordPress überzeugt haben. Doch bei  kompexeren Aufgaben stößt WordPress genauso wie vielleicht Joomla auch mal an die Grenzen.

Sicher, es gibt für nahezu alle Aufgaben Plugins. Aber: Durch die rasante Weiterentwicklung von WordPress kann es passieren, dass Plugins veralten, unsicher werden oder nicht mehr funktionieren. Zudem darf man auch nicht vergessen: WordPress kommt aus der Blog-Welt. Das System ist dafür konzipiert, Artikel von einer überschaubaren Anzahl an Beitragslieferanten meist chronologisch und getaggt zu präsentieren.

Im Prinzip gilt das auch für Joomla und auch für jedes andere Open Source Projekt, das noch aktiv und dynamisch weiterentwickelt wird. Hier ist auch nicht garantiert, dass die Erweiterungen oder Templates in der nächsten Version problemlos laufen.

Das lässt sich auch kaum vermeiden und gilt für andere Kontexte ebenso: Entwickler beispielsweise, die auf Facebook- oder Google-APIs setzen, können ein Lied von den permanenten Veränderungen singen, die immer wieder Anpassungen nötig machen.

Zwar hat auch Typo3 ein Erweiterungssystem, um Funktionen zur Grundinstallation bei Bedarf hinzuzufügen oder Anbindungen herzustellen, doch kommt dem Template in Typo3 eine andere, nämlich mächtigere, Bedeutung zu: Viele Dinge lassen sich auf Templateebene realisieren und konfigurieren.  Das verlangt vom Webdesigner allerdings einiges mehr ab, gerade im Vergleich zu WordPress.

Man sollte sich mit den Typo3-eigenen Konventionen beschäftigen, z.B. mit Typoscript (klingt wie eine Skriptsprache, ist aber eher ein Definitionsrahmen zur Anlage von Seiten und Objekten innerhalb des CMS). Das alles mag komplexer erscheinen,  der Vorteil ist jedoch: Typo3 ist viel variabler und mächtiger, so dass man bei Typo3 fast schon eher von einem Web-Framework als von einem CMS sprechen kann.

Webdesigner müssen entscheiden: Aufwand versus Nutzen

Natürlich entsteht auch ein Open Source CMS nicht aus dem Nichts. Die Basistechnologien entwickeln sich weiter, insbesondere auch PHP und CSS. Mit Bootstrap ist ein CSS-Framework populär geworden, das web-weit Standards gesetzt hat, einfach dadurch, dass viele Designer ihre Arbeit darauf ausrichten.

Will man weiterhin ein attraktives CMS anbieten, muss man diese neuen Entwicklungen aufnehmen. Wenn die höhere Komplexität eine steilere oder längere Lernkurve von den  Webdesigern abverlangt, muss das erzielbare Ergebnis, die Kundenwebsite, auch entsprechend überzeugend sein. Auch die Entwickler-Communities  anderer Open Source CMS drehen nicht nur Däumchen und haben sich zu teilweise harten Versionsschnitten entschieden: Man denke an Joomla 3.x. Dies war kein Upgrade mehr, man musste, wenn man seine Joomla-basierte Websiteninhalte auf die neue Version heben wollte, in Handarbeit migrieren.

Typo3 Neo, Flow und CMS

Im Typo3 Kontext haben wir gesehen, dass die Entwicklungen sich aufgespaltet haben: Systeme mit dem Label Typo3 gibt es heute als Typo3 CMS, Typo3 Flow und Typo3 Neos. Bei Typo3 7.4 sind wir auf dem Typo3 CMS Pfad, der eine lange Geschichte hat. Die neuen Wege, die so um 2006 beschritten wurden, resultierten nach anstrengenden Neuentwicklungsphasen in Flow und Neos, wobei Flow die Basis für Neos lieferte. Zwischenzeitlich hatte man Neos auch die Typo3-Versionsnummer 5 gegeben. Daher gibt es auf der von heute aus rückwärts betrachteten Typo3 CMS-Roadmap keine 5er-Version. Nach Version 4.7 sprang der Versionszeiger Ende 2012 auf 6.0.

Das neue Typo3 7.4  wendet sich an Web-Entwickler, die für Organisationen und Unternehmen State-of-the-Art Sites entwicklen. Diese Sites müssen sicher sein, möglichst barrierefrei, das Organisationsimage ohne Kompromisse transportieren können und jede denkbare Interaktion mit dem User ermöglichen.

Neue Entwickelungen

Typo3 7.x setzt nach Version 6.2 LTS an, für das ein Longtermsupport bis 2017 in Aussicht gestellt ist. Wer seine Site mit 6.2 LTS hostet, ist erst einmal auf der sicheren Seite.

Mit der Hauptversionsnummer 7 wurde der Code überarbeitet, das Backend aufgehübscht und der Paketmanager Composer eingesetzt, um die Performance zu erhöhen. Für die Redakteure gibt es nun einige weitere Bildbearbeitungsfunktionen wie Cropping.

Mittlerweile liegt die Version 7.4 vor, die wir bei goneo nun auch in die Reihe der clickStart-Anwendungen übernommen haben.

Typo3 und die Templates

Wenn Sie mit Typo3 7.4 eine neue Website starten wollen, sollten Sie wissen, wie Typo3 insgesamt funktioniert. Zwar wird das System in der Grundkonfiguration mit einem einfachen Template und einigen generischen Contents ausgeliefert und auch so von clickStart installiert.Damit lässt sich experimentieren oder auch eine Variante herstellen.

Auch wenn die Versionshistorie nun etwas unübersichtlicher ist: Das Wachstum der Entwicklerzahlen für Typo3 sieht vielversprechend aus. Es hat den Anschein, als ob die Entwicklungsanstrengungen belohnt werden würden und ein Neustart gelingt. Für die Zukunft darf man einiges erwarten.

Schritte mit clickStart

Wer sich mit Typo3 7.4 beschäftigen möchte, kann mit goneo bequem einsteigen. Per clickStart lässt sich das Grundsystem mit Bootstrap-Paket schnell installieren, ohne zeitraubenden Download, Entpacken und Upload. Eine MySQL Datenbank wird auch direkt angebunden. Als Ergebnis der clickStart-Installation erhalten Sie die deutsche Variante.

typo3-7-4-1 ist nun als goneo clickStart Anwendung verfügbar

goneo bietet nun die Schnellinstalltion der Version 7.4 von Typo3. Damit entfällt das zeitraubende Herunterladen, Entpacken und Hochladen per FTP zum Server. Auch eine Datenbank wird gleich mit angebunden. Danach können Sie das neue Typo3 kennenlernen.

Wenn die Installation abgeschlossen ist, ist unter der gewählten Domain bespielhafter Content sichtbar.

Grundinstallation mit Beispielcontent von Typo3 7.4

Wenn die Installation per goneo clickStart erfolgt ist, können Sie mit dem Browser die Startseite aufrufen und sollten dann diesen Inhalt sehen. Wer sich durchklickt, erfährt auch einiges über Typo3 (englisch).

Ins Backend kommen Sie über das Verzeichnis /typo3. Sie erhalten aber auch eine E-Mail, in der die Pfadangaben mitgeteilt werden. Hier können Sie sich mit dem festgelegten Accountnamen und dem Passwort anmelden.

Login für das Backend von Typo 3 7.4

Zugriff auf das Backend von Typo3 7.4 erhalten Sie durch Zugriff auf das Verzeichnis /typo3. Schön, dass bereits mit der Anmeldung einige Varianten der Zugriffstiefe vorausgewählt werden können. Auch wenn der Loginscreen  in englischer Sprache erscheint, ist als Backendsprache Deutsch implementiert.

Typo3 – erfahrene Anwender werden das Bedienprinzip im Backend schnell wiedererkennen. Seiten, Seiteninhalt, Template-Objekte, Userverwaltung und Zugriff auf die Erweiterungen sind klar voneinander getrennt. Das ermöglicht eine gezielte Kontrolle  – eine der Stärken von Typo3.

Screenshot des Backend von Typo3 7.4

So sieht das Backend von Typo3 7.4 auf Deutsch aus. Wie gewohnt sehr aufgeräumt, übersichtlich und mit vielen Symbolen angereichert. Man erkennt auch die eingeführte Darstellung des Contents wieder, als Seiteninhalt, Preview oder als Liste.

Wenn Sie den Bespielcontent der angelegten Seiten überschreiben, können Sie auch bereits eigene Inhalte veröffentlichen. Sie können weitere Seiten hinzufügen. In Bezug auf das Template ist das unproblematisch. Templates werden auf die Seiten darunter vererbt.

Wenn Sie ein eigenes Template erzeugen wollen, sollten Sie mit dem Typo3-eigenen Konstrukt Typoscript vertraut sein. Hinzu kommt dann noch etwas Übung der Umgang mit Bootstrap, die man braucht, um das Framework richtig anzuwenden. Die Belohnung dafür sind moderne, responsive Webseiten.

Tipps für die Installation mit goneo clickStart

Einige Hinweise für die Schnellinstallation per clickStart: Sie finden Typo3 auf dem Reiter CMS im Menüpunkt „clickStart“ im goneo Kundencenter unter http://kundencenter.goneo.de

Ansicht eines Teils des goneo clickStart Installationsdialogs

Idealerweise legt man einen neuen Webserver an, um die PHP-Version festzulegen. Außerdem empfiehlt sich ein neues Verzeichnis, besonders dann, wenn vielleicht schon eine Website in Betrieb ist. Dann kann man die Installation mit clickStart in die oberste Ebene dieses Verzeichnisses veranlassen (Auswahl „Installationspfad Web-Root“) und später eventuell auch eine Domain darauf projektieren. In diesem Beispiel gibt es einen Domainnamen „typo3-7-4.goneo-managed-server.de“, der auf das Verzeichnis „/typo3-7-4“ zeigt, das vorher im Abschnitt „Neuen Webserver anlegen“ erstellt wurde. 

Hier empfehlen wir als Vorbereitung, einen eigenen Webserver zu definieren. Wir haben Typo3 mit PHP 5.6 getestet – alles läuft einwandfrei. Basis ist ein Managed Server (goneo Webserver Business Plus M), was unserer Meinung nach eine gute Plattform für Typo 3 ist. Dafür sprechen folgende Punkte:

  • Zügiges Arbeiten dank genügend Leistungsreserve
  • Eigene IP-Adresse (nicht geshared)
  • Eigenes SSL-Zertifikat auf der Domain möglich
  • SSH-Zugriff: Arbeiten direkt auf dem Server

Alternativ empfehlen wir goneo Webserver Business – Tarife. Auch hier haben Sie eine eigene Serverumgebung, die Sie exklusiv nutzen, heißt: keine anderen Websites anderer Kunden können die Geschwindigkeit beeinflussen (etwa dadurch, dass diese gerade hohe last durch Zugriffe erleben). Um die Sicherheit und Aktualität des Servers kümmern sich Administratoren von goneo, so dass man als Kunde bzw. Anwender keine Linux-Kenntnisse braucht.

Mit Typo3 7.4 sollten viele Templates und Erweiterungen, die für Vorversionen geschrieben wurden funktionieren – Kompatibilität war ein Entwicklungsziel.


Vielen Dank an Mathias Schreiber und @maddy2101 von Typo3 für die korrigierenden Hinweise zur der Vorversion dieses Artikels. In der alten Version hieß es, 7.4 gehöre zum Neos-Entwicklungspfad. Dies war falsch. 

Dieser Beitrag wurde unter CMS, Webbasierte Open Source Software abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.