Neue WordPress Version 4.3 mit einigen Neuerungen

In dieser Woche ist ein neues Update für WordPress erschienen. Es handelt sich um die Version 4.3. Da es kein kleines Release ist, wird es nicht automatisch installiert. Updaten Sie jetzt.

WordPress 4.3 ist kein sogenanntes Minor Update. Ein Minorupdate wäre es Versionänderung in der dritten Stelle nach dem zweiten Punkt, also zum Beispiel beim Sprung von 4.2.2 auf 4.2.3. Warum ist das wesentlich? Weil Minor Updates von der WordPress Anwendung automatisch installiert werden können. Für den Wechsel auf 4.3 muss man selbst über das Dashboard die Updateroutine anwerfen. Grund dafür ist, dass der Kern von WordPress Änderungen erfährt.

Nicht vergessen: Backups erstellen

Zuvor sollte man sicherheitshalber ein Backup erstellen. Dies kann man mit entsprechenden Plugins tun, aber auch manuell, indem man alle Dateien und Verzeichnisse sichert, die sich im Installationsverzeichnis von WordPress befinden.

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WordPress weist selbst darauf hin, dass Updates vorliegen und rät zur Installation. Zudem wird empfohlen, vorher ein Backup anzufertigen.

Webhosting Basic User tun dies via (S)FTP, etwa mit Filezilla,  Kunden auf einem Webserver Business oder Business Plus haben den Komfort, entsprechende Befehle direkt auf dem Server ausführen zu können.

Für so etwas ist dann SSH-Zugriff sehr praktisch. Nicht vergessen: Auch die Datenbank, die WordPress verwendet, sollte gesichert werden. Dies ist mit MySQLDumper leicht möglich. Diese Anwendung lässt sich mit goneo clickStart schnell installieren.

Ich weiß, man erspart sich gerne diese Backups im Glauben darauf, dass schon nichts schiefgehen würde. Leider geht oft einfach schief, was schief gehen kann. Ohne aktuelles Backup steht man dann ziemlich doof da. Also: Nehmen Sie sich die 10 Backupminuten.

goneo clickStart Anwendungen mit MySQL Dumper

Mit MySQLDumper lassen sich MySQL Datenbanken sehr bequem sichern und bei Bedarf rücksichern. Dieses Tools gibt es unter den goneo clickStart Anwendungen.

Wenn das Backup gesichert ist, kann man die Updateroutine arbeiten lassen. Das Update selbst sollte eigentlich recht schnell installiert sein.

Screenshot WordPress Dashboard

WordPress überprüft selbständig, ob neue Versionen der Software vorliegen. „Kleine“ Updates (Sicherheitsupdates) kann das Programm automatisch installieren. Größere Versionssprünge mit Änderungen am Hauptcode erfordern die Interaktion des Users. Man muss auf „Bitte aktualisiere jetzt“ klicken.

Warum braucht man 4.3?

Zum einen ist dies einfach die aktuelle Version, die „Billie“ genannt wurde und an den Jazz Musiker „Billie Holiday“ erinnern soll. Mit der aktuellen Version hat man ehesten die Sicherheit vor Hackingangriffen.

Neue Funktionen

Mit dem Wechsel auf WordPress 4.3 kommen auch einige neue Features dazu.

Formatieren direkt beim Eintippen

Nett ist zum Beispiel, dass man häufige Formatierungen nun mit der Tastatur im Editor direkt beim Tippen einfügen kann. Die Verwendung solcher Shortcuts funktioniert mit sortierten (durchnummerierten) Listen, nicht sortierten Liste, Zitaten und Überschriften. So kann man mit der Eingabe von „##“ eine H2-Überschrift erzeugen, mit „###“ eine H3. Das funktioniert bis H6.

Wenn man eine Zahl tippt, etwa „1.“ Entsteht eine nummerierte Liste. Macht man nur einen Stern („*“), entsteht eine Bulletliste (unsortierte Liste). Ein Minuszeichen „-) hat die gleiche Wirkung. Und mit dem Größer-als-Zeichen „>“formatiert sich der nachfolgende Text als Zitat.

Favicon durch WordPress erstellen lassen

Außerdem kann man nun mit WordPress ein eigenes Favicon erstellen. Dieses Favicon signalisiert dem User ein wenig die Corporate Identity Ihres Blogs, oft verwendet auf den Tabs zu einer geöffneten Website, je nach Browser.

Screenshot: Wie Favicon mit WordPress hinzufügen

Nun kann man direkt aus dem Backend von WordPress heraus ein Favicon hinzufügen.

Sichere Passwort-Vorschläge

WordPress schlägt nun auch sichere Passwörter vor. Dieses Verhalten erinnert etwas an das diverser Betriebssystem, wie etwas Mac OS Yosemite. Hier versucht das System auch, den Nutzer zu einem leider schwer merkbaren, aber umso sichereren Passwort zu überreden. Natürlich kann man aber seine eigene Buchstaben-Zahlen-Kombination verwenden, wenn diese einige Mindestanforderungen erfüllt.

Kommentarfunktion auf Seiten abgeschaltet

WordPress unterscheidet ja Blogbeiträge und Seiten. Mit 4.3 ist die Kommentierbarkeit auf Seiten, die neu angelegt werden, standardmäßig deaktiviert, kann aber bei Bedarf aktiviert werden. WordPress schlägt vor, die Userinteraktion eben auf die Blog-Beiträge zu fokussieren.

Menueämderungen mit dem Customizer

Menüs können nur mit dem Feature Customizer bearbeitet werden. Eine Voransicht (Preview) ist nun möglich.

Screenshot WordPress 4.3 Menu Editing Voransicht

Menüs zu editieren ist etwas komfortabler geworden und bietet eine Live-Voransicht.

Als clickStart Anwendung werden wir WordPress 4.3 voraussichtlich in etwa zwei Wochen anbieten. Bis dahin ist eventuell noch mit Bugfix Releases zu rechnen. Bis dahin empfehlen wir, wenn Sie WordPress mit clickStart installieren, das Update auf 4.3 einfach mit der in WordPress eingebauten Funktion auszuführen, ehe Sie eigene Inhalte einpflegen. Die Notwendigkeit eines Backups entfällt dann natürlich.

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Ein Kommentar zu Neue WordPress Version 4.3 mit einigen Neuerungen

  1. Alex L sagt:

    Hallo,
    Wordpress-Updates nehme ich immer wahr und das ist das A und O bei einem CMS. Auch andere CMS-Updates werden zeitnah eingespielt, soweit ich darüber informiert bin.

    WordPress wird schon bald in der Version 4.5 erscheinen und bestimmt auch mit etlichen Neuerungen. Ich warte mal bis dahin ab und habe die Beta Version noch nicht installiert, zumindest auf dem hier verlinkten Hauptblog von mir.

    Lasse ich mich mal überraschen, was noch kommen wird. Übrigens arbeite ich in meinen WordPress-Kommentaren mit Markdown, weil ich es dort besser zum Formatieren finde. Wp-Blogposts erstelle ich weiterhin mit dem normalen visuellen Editor.

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