Small Business im Web: Umsatz mit der eigenen Website – was ist realistisch?

Nehmen wir an, Sie haben als selbständig tätiger Webseitenbetreiber kein Team von Webdesignern und Produktmanagern hinter sich, sondern einfach eine gute Idee, die Sie mit Ihrer Webseite umsetzen wollen.

Es stehen Ihnen einige Möglichkeiten zur Verfügung, wie Sie den Besucherstrom zu Ihrer Homepage monetarisieren können:

  • Teilnahme an Affiliate-Programmen
  • Platzieren von Links
  • bezahlte Artikel
  • Einblendung von Werbung in Text- oder Bildform
  • Direkter Vertrieb von Leistung oder Produkten (z.B. Download eigener Ebooks)

Nun ist es natürlich interessant, wenn man abschätzen kann, mit wie viel Umsatz man mit einer Webseite im Monat rechnen kann. Die Site „Selbständig im Netz“ gibt darüber Auskunft und sammelt Monat für Monat die Umsatzmeldungen einiger Blogbetreiber.

Was kann man mit einem Blog verdienen?

Der „Geld-im-Internet-verdienen-Blog“ kommt auf über 1.300 Euro und liegt damit ganz vorne – mit deutlichem Abstand zum Zweitplatzierten. Der Rang der Seite  (nach  Alexa) ist ca. 6.600, der Sichtbarkeitsindex von Sistrix zeigt 0,05 an. Dahinter stehen so ca. 20.000 Seitenaufrufe pro Monat.

Absolut gesehen sind dies keine unerreichbaren Zahlen, was  zeigt, dass man auch mit Mitteln, die einem „Alleinkämpfer“ zur Verfügung stehen, mehr als 1.000 Euro pro Monat generieren kann, guter Inhalt, geschickte, mehrkanalige Vermarktung und passendes Design vorausgesetzt.  Interessant ist hierbei vielleicht noch, dass der Betreiber nach eigenem Bekunden auch 180 Euro für Hosting und Mailversand ausgegeben hat.

50 bis 100 Euro mit Affiliate und Adsense

Die anderen betrachteten Seiten berichten von 50 bis einigen Hundert Euro pro Monat, die mit den verschiedenen Umsatzkanälen generiert werden. Oft sind es Affiliate-Umsätze, die einen Großteil ausmachen, gefolgt von Google Adsense.

Ein schönes Beispiel für eine Hobbywebsite ist der „Blog über Fotografie“, dessen Betreiber etwas über 300 Euro an Umsatz berichtet, wobei aber der Löwenanteil, nämlich etwa 285 Euro, aus dem Vertrieb der Bilder über Stockagenturen stammt und Adsense gerade mal 11,25 Euro generiert hat.

Ein interessantes Projekt ist Omas Geheimtipp mit einer klick- und verlinkungsverdächtigen, suchmaschinenstarken Sammlung traditioneller Kochrezepte im Blogformat. Der Betreiber berichtet etwa 130 Euro an Einnahmen, wobei nach seiner Meinung Adsense und Affiliate zu schlecht performen. Allerdings muss man sagen, dass trotz der Nische, in die Omas Geheimtipps mit der Ausrichtung auf „traditionelle Rezepte“ gegangen ist, die Konkurrenz durch sehr große und sehr alte Sites wie chefkoch.de riesig ist.

Die Erfolgsfaktoren

Für die Oma-Seite findet Alexa gerade mal 131 eingehende Links, für Chefkoch 5.542, was natürlich eine ganz andere Sichtbarkeit im Web erzeugt. Dennoch kann man einiges tun, um seine Seite zu monetarisieren. Es scheinen sich einige Erfolgsfaktoren herauszukristallisieren:

  • mehrere Einkommenskanäle aufmachen und verwerten, also vielleicht Sichtwerbung, Kontextwerbung kombinieren mit Affiliateprogrammen und Linkvertrieb. Wenn ein Teil wegbricht (wie zum Beispiel demnächst die Nachfrage nach Paid Links), können andere Kanäle die Ausfälle kompensieren. Nicht zu unterschätzen ist der Direktvertrieb.
  • Uniquer, stets aktueller und nützlicher Content ist King
  • Besetzung einer Nische (Fokussierung) und Kompetenz im Thema demonstrieren
  • zuverlässiges Hosting auf schnellen Servern
  • ein Teil der Einnahmen muss für eigenes Marketing investiert werden
  • zeitgemäßes Design, das aktuelle Standards berücksichtigt
  • WordPress ist offensichtlich eine phantastische Plattform für solche Projekte, da sich der technische Aufwand in Grenzen hält und Inhalte schnell publiziert werden können
  • Man braucht Zeit, sehr viel Zeit und sollte sie sich auch nehmen

 

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Ein Kommentar zu Small Business im Web: Umsatz mit der eigenen Website – was ist realistisch?

  1. Alejandro sagt:

    Hallo Markus,

    vielen Dank für den sehr informativen Artikel und du hast vollkommen Recht – es braucht sehr sehr viel Zeit und Geduld. Ich weiß wovon ich spreche.

    Gruß,
    Alejandro.

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