Spam ist älter als das WWW

spamhiltja

Man kann es nicht glauben: Die Geschichte der Spam-Mail ist älter als die Geschichte des Wordl Wide Webs! Das Web ist die Tage 20 Jahre alt geworden. Die Spam kann aber heute schon auf 35 Jahre Geschichte zurückblicken. Damit gehört Spamversand zum ältesten Gewerbe des Internets, das damals noch Arpanet genannt wurde. Spam hat man diese eigentlich nicht verlangte Mail aber nicht genannt.

Es war am 3.Mai 1978 als ein Computerhändler 600 E-Mails versendet hat und damit damals „ein Fünftel aller Onliner“ erreicht hat, schreibt Spiegel Netzwelt.

Sagenhafter Gewinn der ersten Spammail

Der Gewinn war sagenhaft: Der Umsatz aus dieser ersten Spamaktion betrug 12 Millionen Dollar. Klar, dass die Methode nicht unnachgeahmt blieb.

Bis zu 95 Prozent des weltweiten Mailaufkommens ist Spam

Heute gehören, so schätzt man, 90 bis 95 Prozent aller versendeten E-Mails in die Kategorie Spam. Otto Normalnutzer bekommt davon nicht allzu viel mit, denn das Gros des Spamaufkommens erscheint weder im Mailpostfach des Users, noch um Junk-Ordner, der manchmal auch „Spamverdacht“ heißt.

Umfangreiche Filtersysteme fangen unerwünschte Mails ab, aber der Aufwand, den man als Hoster oder Maildienstleister betreiben muss, um Spam einzudämmen, ist enorm.

Antispam-Maßnahmen bei goneo

Wir bei goneo verwenden eine Reihe von automatisierten Verfahren, um Mails als Spam klassifizieren zu können. Im goneo Kundencenter-Bereich zu den E-Mail-Einstellungen hat der User die Möglichkeit, die Schärfe des Spamfilters zu beeinflussen und festzulegen, wie mit einer solchen Nachricht umgegangen werden soll.

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Die Antispam-Methode Greylisting können Sie bei goneo auch Aus- und Einschalten. Greylisting bedeutet, dass Mails von einem Absender, der für den Empfänger noch unbekannt ist (weil noch nie eine Mail von dort empfangen worden ist), zunächst abgewiesen wird. Ein Mailabsenderserver, der regelkonform arbeitet, wird nach einer bestimmten Zeit einen neuen Zustellversuch unternehmen. Diese Mail wird dann angenommen. Spamversender tun dies aus Performancegründen nicht, da der Spammassenversand sonst zu lange dauern würde.

Der Spam-Level regelt die Schwelle, aber der eine E-Mail aufgrund der von unseren Systeme errechneten Wahrscheinlichkeit, Spam zu sein, tatsächlich als Spam gehandhabt wird.

Die Filter, Erkennungsalgorithmen und Heuristiken werden permanent angepasst und mit bekannten Spamversenderlisten abgeglichen. Ganz ähnlich arbeitet unser Antivirensystem, das nach auffälligen und verdächtigen Signaturen fahndet.

Schaden: viele Milliarden pro Jahr

Ernsthafte Schätzungen des volkswirtschaftlichen Schadens bewegen sich im zweistelligen Milliardenbereich: Datenübertragunsgkosten, Arbeitszeit zur Pflege der Filter und zur Aussortierung von Spam, höhere Hardwarekostem sind die typischen Kostentreiber, die aus Spam resultieren.

Trotz Gegenmaßnahmen kein Ende in Sicht

Angesichts des Schadens ist es erstaunlich, dass sich am immensen Aufkommen auch trotz gesetzlicher und technischer Veränderungen nicht viel verändert hat. Lediglich in der Sphäre der E-Mailnutzer ist die Situation erheblich besser geworden, da ausgefeilte Filtersysteme greifen, die mit Heuristiken und Signaturen arbeiten.

Eingehende E-Mails werden weit vor dem Posteingang auf viele Kriterien hin untersucht, die eine zuverlässige Einstufung in Spam oder Nicht-Spam ermöglichen. Fehlgeformtes HTML, auffälliges Text-/Bildverhältnis, typische Worte, schlechte Sprache (Rechtschreibung), fehlende Absenderidentifizierung und viele andere Kriterien gehören dazu. Dennoch gibt es immer wieder Falsch-Positiv- und Falsch-Negativ-Einordnungen.

Spam von Nichtspam zu unterscheiden ist nicht immer leicht

Es ist auch manchmal für menschliche Beurteiler nicht leicht zu unterscheiden, ob Mails erwünscht oder unerwünscht sind. Newsletter, die der Kunde ausdrücklich wünscht, Benachrichtigungen über eine bestimmtes Ereignis, sei es auf Facebook oder in einer Datingsite oder auch Alert-Messages („Glückwunsch! Ihr Artikel wurde verkauft.“) sind sicher sinnvolle und erwünschte automatisch generierte und massenhaft versendete Mails.

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2 Kommentare zu Spam ist älter als das WWW

  1. Das Greylisting ist mir noch nicht so klar:

    Gehen die Emails von bisher unbekannten Empfängern an diese zurück (was ich mir jedoch schlecht vorstellen kann) oder werden sie von Ihnen bzw. Ihrem System eine Zeitlang zur Prüfung zurück gehalten oder . . . ?

    Wie vermeiden Sie in diesen Fällen die Abweisung von Emails, die ich wünsche?

    • goneo sagt:

      Nein, die Mail geht nicht als unzustellbar zurück. Als Nutzer bekommt man von diesem Vorgang nichts mit. Bemerkbar macht sich dies eventuell durch eine erstmalige, verzögerte E-Mailzustellung im Minutenbereich, bedingt durch einen mitgeteilten, „künstlich erzeugten“ temporären Fehler. Die Verzögerung bis zum Neusendeversuch hängt von der Konfiguration des sendenden Servers ab. Diese Konfiguration ist in einer RFC Vereinbarung (RFC 2821) festgehalten. Nichtspam-Sender halten sich daran. Sobald der Sender bekannt ist, werden die Mails ohne Verzögerung zugestellt. Damit kann ein sehr großer Anteil von Spammails vom USer ferngehalten werden.

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