Effizienz im Affiliateprogramm

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Seit vielen Jahren betreibt goneo schon ein Affiliateprogramm: Wer eine Website betreibt oder auf andere Art und Weise Zugang zu einer Zielgruppe hat, die unsere Produkte benötigen könnte, kann Werbung für goneo machen und bei einer erfolgreichen Neukundenvermittlung eine Provision erhalten. Diese richtet sich nach dem Produkt, das der neue Kunde gewählt hat. Dies sind im Mittel 25 Euro, kann aber auch über 120 Euro betragen.

Viele User haben sich in unsere Affiliateprogramme eingeschrieben. Künftig möchten wir uns intensiver um die aktiven Teilnehmer kümmern können.

Viele Teilnehmer machen die Verwaltung aufwändiger

Mittlerweile haben wir viele Tausend Affiliateprogrammteilnehmer. Das Auffällige dabei ist, dass ein sehr hoher Anteil an Teilnehmern sich zwar irgendwann einmal für unser Programm bei Zanox interessiert hat, aber seit 2007 nicht eine einzige Empfehlung ausgesprochen hat oder noch nicht eine einzige Konversion verzeichnen konnte.

Vielleicht wollten viele das Programm einfach mal „von innen“ kennenlernen. Ein anderer Teil hatte vielleicht einmal die Absicht, seine Website so zu monetarisieren, ist aber nie an diesem Ziel angelangt. Wir verstehen das.

Im Prinzip ist das ja auch nichts Schlimmes. Problematisch wird für uns dies nur, wenn wir sehr viele „Karteileichen“ mitschleppen. Die Administration muss auf unserer Seite über eine Weboberfläche vorgenommen werden, die im Grunde nicht viel anders aussieht als die, die der Affiliateteilnehmer vor sich sieht. Diese Weboberfläche reagiert entsprechend langsamer, wenn viele User (Affiliateteilnehmer) zu verwalten sind. Ein Überblick ist bei den vielen Tausend Teilnehmern ohnehin nicht möglich.

Kurz gesagt: Die Wartung und Administration dieses Affiliateprogramms kostet Zeit, schon alleine dadurch, dass man darauf warten muss, dass das System die angeforderten Statistiken, gefilterten Reports und dergleichen ausspuckt. Wir würden diese Wartezeiten gerne verringern, indem wir die „Karteileichen“ nicht mehr mitschleppen müssen.

Daher haben wir uns entschlossen, den Teil der inaktiven Nutzer zu fragen, ob sie das goneo Programm überhaupt noch nutzen möchten.  Eine entsprechende Mail ging über das Affiliatenetzwerk bereits an die Teilnehmer, die wir als inaktiv identifiziert haben. Wir bitten darin darum, zu prüfen, ob man sich nicht selbst abmelden möchte. Wenn wir nichts weiter hören, würden wir die inaktiven Teilnehmer ab dem 24.6.2014 dann kontaktieren und die Teilnahme mit einer gewissen Frist kündigen.

Die Monetarisierung über Affiliatesysteme ist nicht leichter geworden

Wir glauben, viele Teilnehmer wissen gar nicht mehr, dass sie sich für das goneo Affiliateprogramm einst eingeschrieben haben.

Daneben gibt es – auch da sind wir uns sicher – viele User, die versucht haben, mit ihrer Website etwas Geld zu verdienen, was aber nur in sehr geringem Umfang (oder vielleicht auch überhaupt nicht) gelungen ist.  Dazu eine vielleicht ernüchternde Bemerkung: Das ist der Normalfall.

Auch das Web ist keine Goldgrube, die Euros ohne Anstrengung generiert. Wir wissen, es gibt Anbieter, die Schulungen und Kurse anbieten, die Erfolge und Geld über Nacht versprechen. Die Regel ist, dass Affiliatemarketing, also der Versuch, mit der Website aus eigenen User für andere Firmen Kunden zu gewinnen, ein schwieriges und arbeitsintensives Geschäft ist. Seitdem Google solche „Thin Affiliate“-Seiten, die nach Meinung der Suchmaschine zuwenig eigenen Mehrwert einbringen, deutlich schlechter in den Suchergebnissen anzeigt als früher, ist das nicht leichter geworden.

Investitionen in Content und Communities sind nötig

Man muss ständig in neuen, qualitativ hochwertigen Content investieren, also Beiträge selbst schreiben oder dazu kaufen, um ständig neue User zu erreichen, die an der gewählten Thematik interessiert sind. Oder man aggregiert User mittels eines Forums oder einer dedicated community. Aber auch dies macht sich nicht von selbst.

Lohnt sich die Teilnahme an Affiliate-Programmen also überhaupt noch?

Wenn wir erfolgreiche Affiliateteilnehmer ansehen, die im Monat bis hin zu einigen Tausend Euro alleine durch unser Programm generieren, dann ist die Antwort eindeutig „ja“. Dazu sei aber gesagt: Dies sind die Stars. Der durchschnittliche Teilnehmer, soweit er aktiv ist, generiert einige Sales pro Monat.

Wer eher spontan eine Empfehlung aussprechen will, kann bei goneo den Link „goneo weiterempfehlen“ nutzen. So kann man Provisionen erhalten, ohne sich an einem Affiliatesystem anmelden zu müssen.

Was tut ein „aktiver Affiliatepartner“?

Ein aktiver Teilnehmer ist ein Affiliatepartner, der entweder einen Werbebanner oder einen Deep Link auf seine Seiten setzt und damit für goneo wirbt. Viele Teilnehmer erwähnen in Texten oder Listen den Markennamen goneo oder verweisen auf ein konkretes Produkt.

Diese Werbung (oder auch Empfehlung) wird umso erfolgreicher sein, je passender der Content ist. Gerne würden wir mehr Webseiten oder Blogs sehen, die intensiv mit der Thematik Hosting, Server, Webdesign und dergleichen auseinandersetzen.

Welche Bewerbungen lehnen wir ab?

Unter den aktuellen Bewerbern finden wir überproportional viele Coupon-, Gutschein- oder Cashbackseiten. Einige davon sind sehr erfolgreich, haben ihre Berechtigung, doch allzuhäufig sehen wir zusammengeklickte, schlecht umgesetzte Vorlagen und Skripte, teils auch in französischer und englischer Sprache. Uns fehlen, wie gesagt, die Blogs, Themenseiten, Expertenseiten mit gutem Content. Was soll eine goneo Deep Link auf einem Reiseportal?

Bisher waren wir sehr tolerant, was die Akzeptanz zur Teilnahme an unserem Affiliateprogramm angeht. Wir werden dies, auch Mengengründen, künftig etwas restriktiver handhaben müssen.

Die häufigsten Ablehnungsgründe heute sind:

  • als Kontakt-E-Mail wird eine Adresse mit einer Freemailer-Domain angegeben. Wir haben festgestellt, dass Partner mit Freemail-Adresse oft keine echten Sales generieren und das ganze Projekt schon in betrügersicher Absicht anlegen. Mit solchen Accounts werden dann viele Konversionen generiert, die aber alle platzen, da die Kundendaten unecht sind. Außer Spesen nichts gewesen. Daher lehnen wir Seiten mit dieser Auffälligkeit von vorne herein ab.
  • Im Profil des Affiliatenetzwerkbetreibers muss man eine URL zu einer Referenzseite angeben. Ist diese Seiten ausschließlich auf Englisch, Französisch oder Russisch verfasst (ohne Umschaltung auf eine deutsche Version), müssen wir diese Bewerbung ablehnen.  Zielmarkt von goneo ist Deutschland. User in anderen Ländern können keine Kunden werden, da ein deutsches Bankkonto nötig ist. Handelt es sich um die Seite einer Webagentur, die international tätig ist, ist eine ausschließlich  englischsprachige Site natürlich ok. Diesen Charakter werden wir aber erkennen.
  • Auch Bewerbungen mit unvollständigen Referenzseiten, Seiten, die auf 404-Fehler  führen, erkennbar unseriös sind oder schlicht unprofessionell bzw. mit Bannern überladen sind, lehnen wir ab.
  • Referenzseiten mit einer Freedomain wie .de.vu und anderen Merkwürdigkeiten lehnen wir ab, da wir sicher sind, dass man darüber keine Konversionen erzeugen wird.

Welche Affiliateseiten uns wichtig sind

Wir sehen uns also wirklich jede Seite und jede Bewerbung zur Teilnahme am Affiliateprogramm an. Wenn wir eine Bewerbung ablehnen, dann sind wir sicher, dass Inhalt und Werbemittel einfach nicht zueinander passen und zu keinem Ergebnis führen werden. Das wäre für den Seitenbetreiber wie für uns also vergebene Liebesmüh‘.

Dies soll nicht heißen, dass wir für Versuche und Experimente nicht offen wären. Wir haben eine Reihe von Spezialkonditionen, die wir auf einzelne Affiliatepartner zugeschnitten haben, um der Art und Weise der Distribution gerecht zu werden.

Es gibt auch eine Reihe von Positivfaktoren, die uns dazu bewegen, die Bewerbung zu akzeptieren. Dazu gehören:

  • Der Bewerber bringt einen gewissen „Adrank“ mit. Dies ist für uns ein Zeichen einer positiven Reputation. Der Adrank wird von Zanox ermittelt und gibt wieder, wie erfolgreich der Seitenbetreiber mit anderen Programmen war.
  • Der Bewerber hat seine Seiten validiert. Es gab eine große Plage  dadurch, dass einige User irgendwelche professionellen Seiten als die ihren ausgegeben haben, um sich so Zutritt zum Affiliateprogramm zu erschleichen. Seit einiger Zeit können Websites („Werbeflächen“ wie es bei Zanox heißt), validiert werden, indem man einen Codeschnipsel integriert und so signalisiert, dass man rechtmäßiger Besitzer der Site ist.

Affiliate lebt

Wir glauben, auch heute bieten Affiliatenetzwerke eine Chance und viele gute Möglichkeiten, den Traffic auf den eigenen Seiten in klingende Münze umzuwandeln. Dazu muss aber der Seitenbetreiber willens und in der Lage sein, auf Veränderungen zu reagieren. User wollen Mehrwert, schnellen Seitenaufbau, auch auf dem Smartphone und stets aktuellen und guten Inhalt.

 

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