Das Webverzeichnis DMOZ gibt es nicht mehr – nur noch als Archiv

Wer in diesen Tagen Dmoz.org besuchen will, sieht diese Seite mit der Ankündigung der Einstellung.

DMOZ ist abgeschaltet

Damit ist nun Schluss für das von Menschen editierte Verzeichnis von Websites. Lange Zeit galt das DMOZ-Verzeichnis als Qualitätskriterium für das Ranking in Suchmaschinen, auch in Google.

DMOZ war ein Gegenentwurf zum ursprünglichen Webkatalog von Yahoo, der vor dem Aufkommen der algorithmischen Websuche mit Spidern Links zu kategorisierten Seiten angeboten hat. Damals  erschien das Webverzeichnis auch noch unter der Bezeichnung GNUhoo.

Über die Gründe wurde nichts bekannt, im Forum unter https://www.resource-zone.com/ fällt ab und an der Firmenname AOL. Offizielle Statements sind nicht zu lesen. Die Website bedankt sich nur bei allen Editoren. Natürlich erscheint angesichts der technischen Entwicklung ein von Redakteuren gepflegtes Verzeichnis anachronistisch. „Humans do it better“, lautete der Slogan. Angesichts des international wachsenden Datenaufkommens, ist eine rein menschliche Herangehensweise an so eine Aufgabe sicher immer schwerer geworden.

Möglicherweise hat die Entscheidung auch damit zu tun, dass es mittlerweile für die Popularität in Suchmaschinen auch gar keine Rolle mehr spielt, ob eine Website in DMOZ eingetragen ist oder nicht. Google Entscheidung, einen solchen Eintrag als positiv zu werden, hat sicher seinerzeit zur Bedeutung von DMOZ beigetragen. Dies ist seit einigen Jahren obsolet.

Die Datenbestände werden in ein Archiv überführt, das „statisch“ ist. Die Einträge sind also nicht mehr veränderbar.

 

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