Evans ist da: WordPress 4.8 mit neuen Media-Widgets

Seit April verfolgen wir die Entwicklung von WordPress 4.8. Gestern wurde die Version offiziell veröffentlicht. Die angekündigten Neuerungen sind alle enthalten.

Direkt nach der Installation wird man feststellen, dass sich weder auf dem Dashboard noch auf dem Frontend viel geändert hat. Look, Feel und Usage sind nahezu identisch zu 4.7.

Das standardmäßig installierte Template ist weiter das markante Twenty Seventeen mit dem großen Header-/Hintergrundbild, mit dem sich WordPress sich seinerzeit bei Veröffentlichung auch Richtung geschäftliche Seiten empfehlen wollte.

Alles deutsch

Schön ist, dass von Start weg eine vollkommen deutsche Version existiert (unter https://de.wordpress.org downloadbar oder auch schon als clickStart-Anwendung verfügbar). Bestehende Installationen können mit der integrierten Updatefunktion in WordPress auf den neusten Stand gebracht werden.

Die neue Version heißt „Evans“, und um die Neuerungen zu entdecken, muss man etwas tiefer einsteigen.

Zum Beispiel in den Widgetbereich: Hier fällt ein neuer Audioplayer auf, der als Widget integriert werden kann. Das macht die Integration von Audiodateien einfacher und komfortabler. Natürlich konnte man mit HTML in einer Textbox z.B. einen Soundcloud-Player oder ähnliches einbetten, aber die direkte Unterstützung wirkt immer viel eleganter.

Neue Mediawidgets machen das Gestalten einfacher

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Videowidget. Damit sind nun Clips an der Seite odr unten – je nach dem, was das gewählte Template an Platzierungen für Widgets vorsieht – möglich.

Fast übersieht man das neue Bilder-Widget: Damit kann man in die Widgetbereiche auf einfache Weise ein Bild integrieren, das vielleicht ohnehin schon im Mdeiaen

Ebenfalls neu oder besser gesagt, frisch aufgebohrt: Das Text-Widget, das nun einen „richtigen“ Texteditor enthält und basale Auszeichnungen wie fett und kursiv beherrscht. Man kann Links damit setzen und Listen formatieren. Auch das ist ein Plus an Komfort.

Links setzen im Texteditor: Auf die Richtung kommt es an

Eine wirklich schöne, wenn auch recht kleine Neuerung ist der veränderte Umgang mit Linktexten im Editor. Es war bisher immer sehr nervig, am rechten oder linken Rand eines verlinkten Textes Änderungen vorzunehmen. Der WordPress Editor an den Linktext immer erweitert, wenn man ein Zeichen angefügt hat. Jetzt kommt es darauf an, aus welcher Richtung sich der Textcursor dem Rand des Linktexts nähert. Von „innen“, das heißt über den Linktext nach außen, bewirkt, dass der neu getippte Text als Teil des Linktexts interpretiert wird. Nähert man den Textcursor von „außen“ an den Rand des Links, wird der Text als normaler Text behandelt.

Unter der Haube

Einige andere Änderungen betreffen die Handhabung von WordPress: Themes kann man anpassen, customizen. Die Sidebar, die man einblenden kann, wenn man im eingeloggten Zustand die WordPress-Seite ansieht (mit dem Menüpunkt „Customizer“ in der oberen Menüzeile), ist breiter geworden, zumindest auf größeren Bildschirmen. Jetzt, wo es mehr Mediawidgets gibt, wurde auch eine API dafür etabliert.

Let’s meet

Wie in den Vorankündigungen verlautbart, will WordPress als Organisation mehr Kontakt mit der Community. Daher ist im Newsblock auf der Dashboardseite ein kleiner Veranstaltungshinweisblock integriert, der auf WordPress-Meetings in geographischer Nähe hinweist. Man kann seinen eigenen Ort hinterlegen, so dass hier dann tatsächlich entsprechend gefilterte Ergebnisse angezeigt werden. Die Links führen auf die entsprechende Seite der Veranstaltung.

Fazit

Große Überraschungen blieben bei WordPress 4.8 aus. WordPress setzt auf Kontinuität und Produktivität und ging zumindest in dieser Version nicht ans Eingemachte. Bei WordPress ist es ja keine Frage, ob mal die neue Version installieren sollte. Es gibt bei WordPress nur eine Version, die man produktiv einsetzen kann, während andere CMS, wie TYPO3 etwa, verschiedene Versionszweige parallel anbieten. Offenbar wurde recht viel Mühe und Arbeit in die neuen  Mediawidgets gelegt – dafür gibt es sogar eine eigene API. Das lässt die Annahme zu, dass man in diesem Bereich in künftigen Versionen von von unabhängigen Plugin-Entwicklern bald noch mehr erwarten kann.

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