WordPress will über PHP-Updates informieren

Beim PHP – Meeting von WordPress wurde die Idee diskutiert, verschiedene Zielgruppen für Änderungen und Updates bei PHP zu informieren.

Es soll spezifische Informationen für Webseitenbetreiber, Entwickler und Webhoster wie goneo geben.

Nett gemeint, aber die Aktualität verfügbarer PHP-Versionen ist nicht das Problem.

Die Software WordPress basiert auf dem Zusammenspiel von PHP und einer Datenbank wie MySQL, um Blogs im Web zu realisieren.

Stand der Diskussion ist, zielgruppenspezifische Informationen bereit zu stellen, und zwar für  Seitenbetreiber, Entwickler und Webhoster, ohne dass man für jede dieser Gruppen eine eigene Landeseite erstellen will.

Statt dessen sollen auf einer Seite Informationen für die technisch am wenigsten erfahrene Gruppe bereitgestellt – „least tech-savvy group“ nennen sie diese.

Links sollen dann auf weiterführende Inhalte leiten.

Die Ideen gehen noch weiter:

Man möchte eine E-Mail-Vorlage hinterlegen, die der WordPress-Nutzer verwenden kann, um seinem Hoster damit zu signalisieren, dass er gerne eine neue PHP-Version hätte.

Bitte, liebe WordPress-Leute, tut dies nicht!

Denn: Dies ist kein Hosting-Problem. Als Hoster ist man bestrebt, aktuelle PHP-Versionen anzubieten und die Webseitenbetreiber dazu zu bewegen, diese zu verwenden.

Der Grund dafür ist einfach: Alte Versionen verschlechtern die Sicherheit, weil sie nicht mehr weiterentwickelt werden und gefundene Lücke offen bleiben.

Die Beschreibung dieser Seit ist im Chatprotokoll des WordPress-PHP-Teams so formuliert ist:

The list of benefits should be done as real copywriting, as we are basically building a sales page, trying to sell “updating PHP” to the site-owners that have to pay the price for that.

[…]

The page should use proper marketing language, convincing stats and diagrams, and story-telling techniques to finally end in a call to action.

Das hört sich sehr nach Google-Style an, mit Diagrammen, Stories und Call-to-Action-Elementen.

Bisher hat der WordPress-Seitenbetreiber wenige Möglichkeiten, zu erkennen, welche PHP-Version er nutzt.

Es gibt Plugins dafür, allerdings will WordPress mit späteren Verlauf dieses Projekts auch Informationen über PHP im Dashboard bereitstellen.

Aus Hosterperspektive stellt sich die Frage, wie dieses Ansinnen zu deuten ist. Eigentlich sind alte PHP-Versionen nur dann ein Problem, wenn es keine neuen Softwareversionen gibt, die die neue Version unterstützen würden.

Für den Webhoster bedeutet das, alte PHP-Versionen mitschleppen zu müssen und als Option zur Default-Version anzubieten.

Was also ist der Grund?

Möchte WordPress schneller von alten PHP-Versionen auf neue Versionen migrieren und somit Ballast im Code loswerden?

Oder nerven einfach die vielen Inkompatibilitäten, die sich beim Wechsel von PHP-Hauptversionen bei Tausenden von Plugins einstellen?

Fazit

Mehr Informationen über Planungen und künftige Entwicklungen sind im Prinzip immer hilfreich.

Eine gute Roadmap hilft jedem und schafft Investitionssicherheit.

Mit jeder neuen PHP-Versionen werden neuen Features oder Sprachelemente eingeführt, bestehende werden zunächst als ‚deprecated‘ markiert und schließlich entfernt.

Während der WordPress-Kern erfahrungsgemäß kompatibel zur aktuellen (neusten) PHP-Version wie auch zu früheren Versionen ist, hinken viele Plugins und Themes lange hinterher.

Gerade PHP-versionsinkompatible Plugins sorgen für den gefürchteten 5ooer Crash auf Webservern. Gerade diese Fehler generieren jede Menge Supporttickets.

Insofern müsste das Thema PHP-Aktualität eigentlich an Pluginbereitsteller adressiert werden. Für Hoster sind PHP-Updates selten ein Problem.

Im Gegenteil: Als Hoster ist man ja daran interessiert, die aktuellste Version anzubieten.

Allerdings gibt es eben auch ein „zu früh“: Viele Plugins und manchmal auch die Cores sind beim Erscheinen einer neuen PHP-Version einfach noch nicht bereit.

Woran kann das liegen?

Viele hauptberufliche Entwickler, die zum Beispiel Mitarbeiter einer IT-Firma sind, können Ressourcen nutzen, die Hobby-Programmierern einfach nicht bereitstehen.

Dazu gehören Zeit, aber auch Informationen, Zugriff auf Alpha- und Betaversionen und Testtools.

Die Hobbyisten müssen leider einfach bis zum Releasedatum warten und können dann mit der Programmierung beginnen, um ihr Plugin fit zu machen.

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