Joomla 3.8 ist da

Zum zweiten Mal in diesem Jahr vermeldet Joomla eine neue 3.x-Version. Im April 2017 erschien Joomla 3.7.0, nun ist 3.8 da. Ein erster Blick auf das neue Release.

In den Joomla-Releasenotes heißt es, ein herausragendes Merkmal der neuen Version sei das neue Routing-System.

Damit erhalten Joomla-Anwender nun mehr Kontrolle darüber, wie die URL von Joomla-Seiten aufgebaut sind. Die IDs in Joomla-URLs lassen sich nun verhindern.

Solche IDs in der URL gelten nicht als suchmaschinenfreundlich und stören auch Webseitenbesucher, die an klare, menschlich lesbare Benennungen gewöhnt sind.

Der Grundeinstellung sieht die URL eines Beitrags mit Joomla so aus:

http://www.virtueller-server-managed.de/index.php/2-uncategorised/2-testbeitrag

Mit aktiviertem Rewrite und der Einstellung „Suchmaschinenfreundliche URLs“ wird daraus:

http://www.virtueller-server-managed.de/2-uncategorised/2-testbeitrag

Wie die IDs durch Konfigurationsänderungen über das Kontrollmenü entfernt werden könnten, war auf die Schnelle nicht ersichtlich.

Nach unserer Einschätzung wichtig, weil zukunftsweisend, ist der Joomla! 4 Compatibility Layer. Damit wird, so ist zu hoffen, die Voraussetzung dafür geschaffen, auf eine neue Hauptversion ohne allzu große Schmerzen updaten zu können.

In der Vergangenheit waren beim Übergang von Versionen nicht so ohne weiteres möglich. Inhalte mussten migriert werden, was für große Websites einer Neuanlage gleichkam.

Für die Versionen unter 4.x sind tiefgreifendere Codeänderungen zu erwarten.

Schön ist, dass die Version 3.8 die Sodium-Encryption-Bibliothek unterstützt, was mit PHP 7.2 zum Tragen kommen wird.

Zur Installation wird von Joomla ein klassisches Zip-Archiv angeboten, wahlweise kann man Tar-Archive herunterladen, die man auf dem Server entpackt.

Mittels des Aufrufs der URL, auf die man Joomla 3.8 installieren will, wirft man die Setuproutine an, die nach Eingabe der Datenbankspezifikationen die Installation sehr schnell ausführt. Als Datenbanktechnologie kann man MySQL oder auch MSQLI bzw. PDO verwenden.

Nach der Installation des Grundsystems bietet die Routine an, Sprachpakete nachzuinstallieren.

Dabei kann man auch Deutsch in verschiedenen Versionen auswählen. Allerdings stehen aktuell wohl nur Sprachpakete für 3.7.x-Versionen zur Verfügung. Möglich also, dass nicht alle Komponenten bereits übersetzt sind.

Dies wird sich vermutlich in Kürze ändern.

Damit man sich schneller zurechtfindet, wenn man Joomla zunächst einmal kennenlernen möchte, kann man Beispielinhaltsdaten laden lassen.

Die Installation ist erstaunlich schnell erledigt. Joomla meldet sich dann mit dem gewohnten und leicht umgestylten Loginscreen.

Die Macher wollen offensichtlich etwas mehr darüber erfahren, wie die Anwender Joomla nutzen und bitten um die Zusendung von einigen statistischen Daten.

Für Anwender wird unter anderem entscheidend sein, wie man Inhalte eingeben, verwalten und präsentieren kann. Daher wird man am meisten mit dem Editor zu tun haben.

Wer Joomla kennt, wird sich auch in dieser Version schnell zurecht finden. Alles ist an seinem gewohnten Platz.

Joomla arbeitet orientiert sich inhaltemäßig an „Beiträgen“. Neue beiträge werden mit einem Editor eingegeben, der bei Joomla 3.8 so aussieht:

Auffällig ist die wesentlich größere und umfangreichere Toolbar im Vergleich zu anderen CMS, wie etwa WordPress.

Derjenige, der Beiträge beisteuert, hat wesentlich mehr Optionen zur Verfügung, um das Erscheinungsbild von Inhalten auf Auszeichnungsebene zu beeinflussen.

So kann man Inhaltselemente anderen Typs mit dem Editor hinzufügen, wie etwa Breadcrumbs, Beitragsverlinkungen, Menüs, Tabellen.

Es gibt eine Vorschau, wobei der Link, mit der man diese aufruft, ganz unten links versteckt ist.

Fazit

In einem ersten Test auf einem goneo-Paket (kleiner virtueller Server) macht Joomla 3.8 einen außerordentlich soliden Eindruck und überzeugt mit einer schnellen Verabeitung und prompter Reaktion.

 

 

 

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