Website-Promo: Nutze die Prinzipien des viralen Marketings (Podcast Episode #24)

Höre die neue Episode im goneo-Webhosting-Podcast und du erfährst, wie du soziale Medien einsetzt, um Besucher auf deine Seite zu bringen, um sie dort zu Kunden zu konvertieren oder einen Lead zu gewinnen – je nach dem wie dein Businessmodell auf der Website abgebildet ist. In dieser Woche reden wir über Social Media Marketing oder viral marketing.

Das Tolle am viralen Marketing ist, die Message verbreitet sich von selbst – wenn es gut läuft. Wir alle kennen die Erfolgsgeschichten viral angelegter Kampagnen wie die Ice Bucket Challenge oder auch die Anti-Crystal-Meth-Kampagne mit den schockierenden Vorher/Nachher-Bildern von Drogenopfern.

Solche Messages verbreiten sich, wenn die User emotional berührt werden, wenn der Kommunikationsinhalt lustig oder besonders traurig  ist, wenn man deswegen wütend wird (deswegen funktionieren Hasspostings auch so gut) oder wenn man als Weiterverteiler einen knallharten Vorteil bekommt – so ist Hotmail damals groß geworden: Get your free mail at Hotmail. Dies stand am Ende jeder ausgehenden Mail, die der Anbieter in den User-Content eingefügt hat. Das war der Deal.

Zwar will Facebook nun mehr Inhalte von Freunden im Newsfeed anzeigen. Eine Ankündigung, die in Verlagshäusern und bei vielen Unternehmen, die sich sehr auf den Transfer von Facebook auf ihre Angebote verlassen haben, für Entsetzen gesorgt hat.

Dennoch: Gehen wir einfach mal davon aus, dass die Freunde und Freunde von Freunden gar nicht mehr so viel Privates auf Facebook posten, sondern eigentlich fremdes Material nutzen, um sich online zu präsentieren (Ich-Konstruktion im virtuellen Raum, interessanter Zeitungsartikel auf FAZ dazu). Als Otto Normalo produzierst du als Person einfach nicht genug News, die sich zu einem täglichen Blogbeitrag, zu einem Status und oft nicht mal zu einem Instagram-Foto verarbeiten lassen. Ein bisschen traurig, aber isso.

Also wird Cat-Content geteilt, oder nachdenkliche Sprüche auf kitschigen Bildern. Eine tolle Persiflage hat @WillyNachdenklich auf seiner Facebookseite produziert und geht mit dieser Idee jetzt sogar auf Tour.

Der Ansatz für Webseitenbetreiber:

  • Nutzwertigen Content generieren.  Treibe da richtig viel Aufwand. Und bitte nicht nachmachen, was die Konkurrenz mal gemacht hat (denke dran, das wird schnell zum Cargo Cult)
  • Dafür sorgen, dass Leute deinen Content finden. Seede so gut es geht. Man kann es eigentlich gar nicht übertreiben.
  • Sorge dafür das die Leute deine Seite liken, sei like-able, sei share-able. Gib ihnen Handlungsanweisungen, einen Call to action, etwa über eine charmante Aufforderung, aber Vorsicht vor reinem offensichtlichen Like- oder Share-Baiting. Das mag Facebook nicht.
  • Eröffne eventuell eine Facebookgruppe. Die Leute finden sich da ein und interagieren auch untereinander.
  • Wichtig ist, du kannst deine Zielgruppe und einmal transferierte User immer wieder ansprechen, eventuell auch mit einem eigenen Newsletter.  Du kannst PHPList einsetzen (unter den goneo clickStart-Anwendungen) oder Tellmattic. Beides sind Open-Source-Anwendungen.

Ja, man kann Social Media erfolgreich nutzen, ohne zumindest monetär viel zu investieren. Dafür muss man eben Wissen und Zeit einbringen. Das ist das, was ich bei Influencern so bewundere, auch wenn viele sich sehr verächtlich über die Creator auf Youtube äußern.

Wenn man aber selbst einmal ausprobiert hat, ein Webvideo zu produzieren und selbst vor der Kamera zu agieren, weiß man welcher Aufwand da dahintersteckt. Große Influencer generieren täglich neuen Output. Schau dir Casey Neistad an (auf Youtube, fast 9 Millionen Abonennten) oder  Gary Vaynerchuk (auf Youtube, etwas über einer Million Abonnenten), welche Masse an Material diese Leute generieren. Respekt!

Fazit

Zwar wird mal als SME oder Einzelunternehmen keine virale Kampagne aufsetzen können wie „Edeka supergeil„, die einen Friedrich Liechtenstein dafür einspannen können oder die Geschichte eines zerlegten Panzers erzählen, aus dem Hämmer für Hornbach gemacht werden.

Aber es bleibt die Möglichkeit, Wissen bereit zu stellen, gratis Content anzubieten , den die Zielgruppe idealerweise teilt – oder dadurch auf dein Angebot aufmerksam wird.

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