Momentaufnahme: Teure Tech-Keywords

Der goneo Webhosting/Webmacher-Podcast richtet sich an KMUs, Mittelständler, Freelancer, kleine Organisationen, Alleinselbständige, die mit der Website vorankommen wollen und damit Geld verdienen möchten – oder auch ein anderes Ziel verfolgen, wie etwa Leadgeneration, Anwendungstest, Content über Produkte und Services.

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Im Basic Thinking Blog ist kürzlich Beitrag von Christian Erxleben über teuere Tech-Keywords in Google Adwords (bald Google Ads) erschienen.

Das waren die teuersten Tech-Keywords bei Google im Juni

Dieser Blogbeitrag analysiert einige Aspekte aus einer Erhebung, die von SEMrush stammt, einem Hersteller von SEO- und SEA-Tools. Damit lassen sich auch auch Google-Adwords-Klickpreise schätzen. Basis ist der Monat Juni 2017. Wir sehen uns das in der aktuellen Podcast Episode an.

Versteigerung der Anzeigenplätze auf Google-Suchergebnisseiten

Suchanzeigen bei Google, auf der Suchergebnisseite, werden versteigert, und zwar jedes Mal, wenn irgendwo jemand einen Suchbegriff eingibt und dann eine Suchergebnisseite erzeugt wird. Wer am meisten bietet, hat die besten Chancen, mit einer Anzeige zu einem definierten Suchbegriff ganz oben zu stehen. Auf Position zwei folgt dann das zweithöchste Gebot und so weiter. Wichtig ist dabei: Der Werbekunde zahlt nicht dafür, dass die Anzeige an sich oben steht. Berechnet wird der Klick auf eine Anzeige. In der Auktion wird ein sogenannter Anzeigenrang errechnet. In diese Berechnung geht das Gebot, das der Werbekunde zu zahlen bereit ist ein, aber auch weitere Kriterien wie die wenig konkret umschriebene „Anzeigenqualität„, was in der Praxis eine Klickwahrscheinlichkeit widerspiegeln dürfte.

Auktionsdaten nach Themen sortiert

Solche Daten sammelt Google und mit Hilfe der entsprechenden Tools lassen sich die geschätzten Gebote von Werbekunden abrufen. Die ist im Rahmen einer Anzeigenplanung hilfreich, damit man abschätzen kann, wie hoch das Budget sein muss, um entsprechend oft angezeigt zu werden beziehungsweise entsprechend viele Klicks – und damit Besucher – zu erhalten.

Diese Datensammlung lässt sich auch nach Themen sortieren, zum Beispiel nach „Technologie“ oder „E-Commerce“.

Für die Begriffe „adwords agentur“, „google adwords agentur“ und „adwords optimierung“ geben die werbenden Unternehmen 32 bis 43 US-Dollar aus. Das ist die Spitzengruppe, „adwords agentur“ der Spitzenbegriff, 43 Dollar pro Klick.

Es geht auch etwas günstiger, aber selbst für den zehnteuersten Begriff in diesem Bereich „crm demo“ zahlst du 25 Dollar.

Bei den „Technologie“-Keywords sieht das ähnlich teuer aus:

In diesem Bereich ist KI, Maschinenlernen das große Thema, vor allem Anwendungen daraus, das sieht man an den Keywords und den Klickpreisen. Für „predictive analytics“ zahlt man 25 Dollar pro Klick. Für „definition business intelligence“ werden um die 25 Dollar fällig. „Public cloud services“ – auch drei Worte – kosten als Klick auf den Suchbegriff 24 Dollar pro Klick. Danach folgt „industrie 4.0 software“.

Für den ebenfalls analysierten Themenbereich „Social media“ zeigen sich auch interessante Ergebnisse. Hier scheinen Bewerbungen von Monitoringtools wichtig zu sein. Wenn man das Keyword „web monitoring tools“ belegen will, kostet das so um 24 bis 25 Dollar, „kpi Social media monitoring“ kostet 20 Dollar pro Klick.

Dahinter stehen keine hohen Anzahlen an Suchanfragen. Diese Themen sind sehr nischig. Offenbar aber sind die Zielgruppen sehr profitabel: Man darf daraus schließen, dass es teuer ist, diesen Interessenten Werbemessages zu unterbreiten, die dann in einem Klick auf den Link der Anzeige resultieren. Anders ausgedrückt: Vergleichsweise wenige User suchen danach und für die Anbieter lohnt es sich, entsprechend viel Geld auszugeben, um diese kleine Zielgruppe zu erreichen. Mit anderen Methoden hätte man vielleicht einen niedrigeren Tausendkontaktpreis (CPM oder TKP), aber nicht genügend Klicks und daher hohe Streuverluste.

Teils hohe Klickpreise im Bereich 20 bis 30 Dollar pro Klick – die Zielgruppe ist klein, aber wertvoll

Das ist eine Momentaufnahme aus dem Juni 2018, es gibt sehr große saisonale Unterschiede und natürlich Unterschiede über die Themen hinweg.

Klickpreise sind heute immer noch hoch, auch wenn Facebook in den Markt der in Echtzeit verauktionierten Anzeigen erfolgreich eingedrungen ist. Bei Facebook bezahlt der Werbekunde eher dafür, einer bestimmten, in irgendeiner Weise umschriebene Zielgruppe Werbeanzeigen anzeigen zu können.

SEMrush analysiert kritische Fehler auf 150.000 Websites: Was Webseitenbetreiber optimieren könnten

Bleiben wir noch kurz in der Blogosphäre und bei SEMrush: Im eigenen Blog berichtet SEMrush über eine Studie, die sich um die Websiteperformance dreht.

Semrush hat dafür 150.000 Websites analysiert. Dabei wurden Kriterien gefunden, die, falls sie sich negativ ausgewirkt haben, als Fehler benannt wurden.

Wir haben für einen Blogbeitrag und eine Podcast-Episode kürzlich einen ähnlichen Ansatz gewählt, allerdings mit einer viel kleineren Anzahl an Sites. Im Beitrag „Sechs häufige Probleme, die mehr Erfolg mit der Website verhindern“ haben wir über gefundene Effekte berichtet, die dafür Sorgen, dass Websites erfolgsmäßig unter ihren Möglichkeiten bleiben.

SEMrush haben für ihre Analyse die negativen Einzelkriterien in „kritisch“, „mittel“ oder „schwach“ unterteilt und festgestellt, dass fast 83 Prozent aller untersuchten Websites solche Problematiken aufweisen.

Das mit 68 Prozent wichtigste Kriterium war, dass die Developer einer Site Javascript- und CSS-Dateien nicht minimiert haben. Hintergrund ist, dass es einige große Open-Source-Frameworks gibt, die komplett geladen werden, aber viele Elemente enthalten, die man  gar nicht braucht.

Der in der Reihenfolge nächste als kritisch benannte Fehler ist laut SEMrush eine lange Ladezeit der HTML Datei, was bei 43 Prozent der untersuchten Sites ein Problem gewesen sein soll.

Es folgt mit ähnlich hohem Auftreten das Kriterium der unkomprimierten Javascript- und CSS Dateien.

Die sind Punkte, die wir auch bei den Google Tools immer wieder sehen. Sehr oft wird auch von Google (in der Search Console) vorgeschlagen, CSS und Javascript zu minimieren oder zu komprimieren, wofür es auch fertige Webtools gibt.

Entwickler können mit diesen Analysen arbeiten und den Code optimieren. Das setzt voraus, dass man den Code versteht und weiß, welche Elemente man eigentlich in diesem Auftritt benötigt und welche nicht. Wenn du eher der Anwender bist und  WordPress mit einem fertigen Theme verwendest, wird es schwer fallen, das Theme entsprechend zu optimieren, da man zwar die Probleme kennt, aber letztlich nicht weiß, wo die Ansatzpunkte sind.

In vielen Fällen, so die Analyse weiter, sind oft große Bilder oder Videos ein Showstopper, weil diese Dateien die Ladezeit verlängern. Hier müsse man sich überlegen, ob diese einen Mehrwert für den User liefern. Wird die Seite dadurch wirklich aufgewertet, macht es sie ästhetischer oder reicht nicht vielleicht eine niedrigere Auflösung?

Auch die Serverantwortzeit spielt eine Rolle. Wir haben bei goneo verschiedene Pakete im Webhostingbereich im Angebot. Diese sind mit unterschiedlich großen Ressourcen ausgestattet. Bemerkbar macht sich dies im Preis. Größere Pakete können schneller sein. Der Grund ist, weniger Websites teilen sich die Hardware, grob ausgedrückt.

Daneben gibt es auch dedizierte Server, bei denen man die Ressourcen, also hauptsächlich der Arbeitsspeicher und die Prozessorkapazität, exklusiv nutzen kann. Sie werden sozusagen reserviert und nicht geteilt. Das ist natürlich etwas teurer, aber es rechnet sich bei kritischen Anwendungen wie einem Onlineshop.

Shopbetreiber, die ein unterdimensioniertes Paket verwenden, leiden dann, wenn das Gesamtsystem stark mit Anfragen frequentiert wird. Einige zusätzliche Euro pro Monat für ein Upgrade können den Shop stabilisieren. Alternative ist, dem Code zu optimieren. Nicht jedes phantastisch aussehende Template erweist sich als Glücksgriff.  Bei vielen Transitions und Effekten auf der Seite und Hunderten von Datenbankanfragen kann es zu Engpässen kommen, je nach Auslastung. Die goneo-Pakete Premium oder Ultra liefern möglicherweise mehr Speed, weil die Dichte an Kunden auf einem Server geringer ist, was die Wahrscheinlichkeit reduziert, dass das Gesamtsystem ausgelastet wird.

Es gibt einen sehr direkten und immer wieder nachgewiesenen Zusammenhang zwischen Performance und Umsatz mit der Website oder Anzahl an Leads (oder anderen Erfolgskriterien).

Google gibt Hinweise für Webseitenbetreiber – Aufzeichnung der Präsentation während der Google I/O 2018 Entwicklerkonferenz

In diesem Zusammenhang möchten wir noch einen Beitrag mit Video auf Youtube empfehlen.

Dazu erschien im Webmaster Zentrale Blog auch ein Beitrag unter dem Titel „Google Suche auf der I/O 2018“.

https://webmaster-de.googleblog.com/2018/06/google-suche-auf-der-io2018.html

Über die Keynote der Google I/O 2018 Entwicklerkonferenz haben wir an dieser Stelle bereits kurz gesprochen. Daneben gab es aber viele weitere Präsentationen, die nun als Aufzeichnung verfügbar sind. Diese Präsentation gibt Tipps für Entwickler.

Zusammengestellt und vorgetragen wurde sie vom Google Search Team in Zürich. Die Webmaster Trends Analysts, wie diese Rollen bei Google genannt werden, Mariya Moeva und John Müller zeigen, wie die Suche strukturell funktioniert und wie Google Websites behandelt.

Die Präsentatoren zeigen, wie Webseitenbetreiber die Google Suche unterstützt können, um  eine Website inhaltlich richtig einzuordnen. Das Interesse bei Webseitenbetreibern dürfte ja sein, neue Sites und neue Inhalte möglichst schnell in den Google-Index zu bekommen, damit die Website überhaupt als möglicher Suchtreffer in Betracht kommt. Die beiden berichten über die entsprechenden Phasen dieser Einordnung: (1) Discovery & Crawling, (2) Indizierung und (3) Auslieferung.

Wir können nur empfehlen, diese Video anzusehen. Google ist bei der Websuche nach wie vor mit großem Abstand die Nummer eins. Damit bekommst du, wenn du es richtig anstellst, Besucher auf deine Website, ohne dass du Werbung buchen musst und eventuell viel Geld jeden Klick bezahlt. Wie teuer das sein kann, haben wir eingangs gesehen.

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